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taoist
Taoweblog
 
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Kein Ich ist außergewöhnli... abartig vielleicht, aber nicht einzigartig.
Tags: tao

Hier und dort schaue ich mir was ab und so komme ich zu Wissen aus zweiter Hand. Und das ist alles, was ich weiß. Ich habe nicht direkt hingeschaut. Und bevor ich nicht selbst das sehe, was ich zu wissen glaube, bleibe ich dumm und mittelmäßig.

Eines der schwierigsten Dinge im Leben ist es, sich nicht für außergewöhnlich zu halten. Und das ist die normalste Sache der Welt, denn jeder denkt, daß er außergewöhnlich ist. Also ist das Gefühl, außergewöhnlich zu sein, ganz normal. Und trotzdem denke ich immer noch, daß ich außergewöhnlich bin.

Es ist sehr schwierig, gewöhnlich zu sein, aber wenn ich wirklich meinen Weg gehen will, dann fange ich an, mich für ganz normal zu halten und beanspruche keinerlei Außergewöhnlichkeit mehr für mich.

Und das ist das Schöne daran: Sobald ich ganz normal werde, werde ich außergewöhnlich. Sobald ich nicht mehr behaupte, daß ich eine Ausnahmeerscheinung bin, bin ich die große Ausnahme, denn dieser Anspruch, die Ausnahme von der Regel zu sein, ist so normal. Jeder behauptet von sich, einzigartig und außergewöhnlich zu sein. Die einen sagen es, die anderen behalten es für sich, aber tief innen wissen sie alle, wie außergewöhnlich und einzigartig sie eigentlich sind.

 

 

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Alleinsein in Zweisamkeit, das ist das Tao der Beziehung
Tags: tao
Das ist mein Weg: Ich liebe, aber ich verliere dabei nicht meinen inneren Freiraum, ich verliere mich nicht in anderen Menschen. Weil ich meinen inneren Freiraum beibehalten kann, sind Beziehungen gut für mich, sie fördern sogar meinen inneren Wachstumsprozeß. Aber ich erlaube niemandem, sich in meiner inneren Leere breit zu machen, meinen inneren Freiraum für sich einzunehmen. Der ist mir heilig, der ist nur für mich selbst und immer wenn ich Zeit dafür finde, begebe ich mich dorthin, bin ich in ihm, bin ich diese innere Leere und Freiheit.
Mein Alleinsein ist keine Einsamkeit. Wenn ich mich einsam fühle, dann sehne ich mich nach anderen. Wenn ich allein bin, dann habe ich alle anderen vergessen, dann habe ich kein Verlangen, aus mir heraus zu gehen, dann bin ich ganz und gar zufrieden.



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Ohne mich wird mein Tun erst richtig gut
Nur wenn ich mich nicht mehr für den Macher halte, dann wird das, was ich gerade mache, wirklich gut. Wenn es nur noch das Tun gibt und nicht mehr den Tuenden, der sich ständig einmischt, dann ist es wirklich gut.
Doch nur dann kann ich eine Handlung vollziehen ohne das Gefühl, der Handelnde zu sein, wenn ich keine Belohnung dafür erwarte. Sobald ich eine Belohnung erwarte, ist der Macher anwesend. Aber wenn ich keine Belohnung erwarte, dann ist das Tun an sich und in sich genug ist, es genügt, das Tun geschehen zu lassen.
Darum stelle ich immer wieder fest, wenn ich etwas tue, ohne auch nur irgendwann und irgendwie an das Ergebnis, das Resultat, zu denken, dann gelingt es mir. Wenn ich es nur mache, weil es mir Spass macht, stellt sich ganz natürlich, also unverkrampft, eine Konzentration ein, die dann zur Meditation wird.


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Das Tao des Todes
Tags: tao
Der Tod ist der Weg, auf dem das Leben zurückkommt, also habe ich keine Angst vor dem Tod! Leben und Tod sind keine Gegensätze, sie widersprechen sich nicht. Sie sind wie zwei Flügel, sie helfen einander, sie ergänzen sich und die Existenz fliegt mit ihnen.
Der Taoismus lehrt ganzheitlich zu leben und ganzheitlich zu sterben. Ein Taoist sollte einfach nur ganzheitlich sein, nicht irgendwie übernatürlich, nicht irgendwie höher oder heiliger, nein, einfach nur gewöhnlich und ohne Hintergedanken. Der Taoismus betont das gewöhnliche Leben, der Taoismus lobt das normale Alltagsleben, der Taoismus verehrt das ganz gewöhnliche So-Sein.


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Das Mysterium des Lebens ereignet sich nur dann durch mich, wenn ich nicht bin.
Tags: tao
Wer geht, dem schiebt sich Weg unter die Füße.
Je weiter ich dieses Leben durchlaufe, umso mehr wächst die Erkenntnis, dass ich vor allem ein Lernender bin und immer sein werde. Es gefällt mir so – immer der Existenz zu begegnen, als wäre sie ein neues Ereignis, eine endlose Folge von Augenblicken, die ich nie zuvor erlebt habe. In dieser Gegenwart! Der Taoismus versetzt mich in eine andere Dimension. Aber was für eine Reise, um zum Anfang zu gelangen! Wie sehr ich wachsen muss! Wie viel ich in mir öffnen muss, loslassen, mich hingeben, erwachen ... damit ich wirklich hier sein kann, zuhause in meiner Natur, in Freundschaft mit meinen Gefühlen, offen im Herzen. Wenn das der Fall ist, brauche ich nicht an Gott zu glauben. Meine Erfahrung macht den Glauben überflüssig. Dann lasse ich mich auf jedes gewöhnliche Ereignis ein, wie belanglos auch immer es sein mag. In jedem Augenblick atme ich Ewigkeit. Das ist mystische Präsenz. Es ist ein gleichermaßen bodenständiger wie hochfliegender Zustand. „Wurzeln und Flügel“, pflegte Osho zu sagen. Mein So-Sein im Hier und Jetzt enthält meine wahre Intelligenz und meinen Erfindungsreichtum. Alles, was ich je erfahren habe, alles, was ich gelernt habe, ist miteingeschlossen.
Es gibt Fehler, die ich immer wieder wiederholen, und solche, die ich nur ein- oder zweimal

machen muss – bis sich etwas in meinem Dasein verwandelt hat, so dass ich auf andere Weise auftrete. Das verstehe ich unter echtem Lernen: Ich begegne der Gegenwart auf eine andere Art, weil das Lernen etwas in meinem Wesen verändert hat. Es ist mein lebendiges So-Sein in meinem Wesen, das das Leben schön macht.
Es ist auf traurige Weise faszinierend, wenn ich sehe, wie viele Menschen sich selbst oder ihrem
Leben nicht erlauben, schön zu sein. Ich meine nicht die oberflächlichen Tricks der Schönheitsindustrie. Ich meine die Schönheit, die ich auf natürliche Weise liebe und bewahre, wenn ich wach und aufmerksam bin. Wenn ich nicht denke, dann ist auch die Schönheit da. Wenn sich Schönheit ereignet, berührt sie mich. Dazu ist Schönheit da! Tief innen, ganz gleich, wie sehr ich mich verschlossen habe, muss meine Natürlichkeit sich
danach sehnen, ins Licht meines Tages eingelassen zu werden. Sie verzehrt sich danach, meine Tage und Nächte mit ihrem Licht zu inspirieren. Ich glaube, es ist meine tiefste Sehnsucht. Alles, worauf ich warte, ist meine eigene Erlaubnis, hier und jetzt zu sein. Diese Erlaubnis zu erhalten ist meine Odyssee, meine persönliche Reise des Öffnens und Erwachens. Es ist eine sehr mysteriöse Reise, weil ihr Ziel ist, die Reise zu lieben.

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